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LokalesWuppertalSportWuppertaler SV
10. März 2010 - 17:16 Uhr
Kein Trostpflaster vom DFB
von Thomas Besche
Nach der ärgerlichen Spielabsage von Stuttgart hat der abstiegsgefährdete WSV nur noch englische Wochen vor der Brust.
 
 

Wuppertal. Zwei Tage nach dem ergebnislosen Betriebsausflug des WSV nach Stuttgart ist der Ärger über die späte Spielabsage noch nicht ganz verraucht. Sicher ist, dass der WSV die Kosten für Hotel, Verpflegung und Sprit in Höhe von mindestens 2000 Euro aus eigener Tasche berappen muss.

„Natürlich ist das ärgerlich für Wuppertal. Aber eine Kostener- stattung ist nicht vorgesehen. Ein gewisses Risiko, das die Natur birgt, ist für die Vereine immer vorhanden“, sagt Frank Diehl, der beim Deutschen Fußball Bund (DFB) für den Spielbetrieb in der 3. Liga zuständig ist.

Die Vormittagseinheit am Mitwoch setzte WSV-Trainer Uwe Fuch etwas später an, weil die Mannschaft nach Rückkehr aus Stuttgart erst gegen zwei Uhr ins Bett gekommen war. Trainiert wurde auf der geräumten Anlage Nevigeser Straße.

Klar ist auch, dass die Angelegenheit keine Nachspiel außerhalb des Rasens haben wird, sich laut Diehl der DFB der Sache nur noch einmal annehmen wird, wenn der WSV eine Stellungnahme abgeben wird. In der könnte stehen, dass sich die Verantwortlichen des VfB Stuttgart aus WSV-Sicht zu spät mit dem Zustand des zum Teil mit Eisplatten versehenen Rasens im Gazi-Stadion beschäftigt haben und sich die Schwaben dann am Spieltag nicht in der Lage sahen, den Platz entsprechend zu präparieren.

„Für mich ist die Absage auch ein Stück weit unverständlich und ärgerlich, zumal ich im Vorfeld mehrmals mit den Stuttgartern telefoniert habe“, sagt WSV-Manager Markus Bayertz. Aufgrund des neuerlichen Spielausfalls hat der WSV nun bis Saisonende (8. Mai) nur noch englische Wochen vor der Brust. „Wenn jetzt noch Spiele ausfallen, dann weiß ich auch nicht, was wir machen sollen. Es darf nichts mehr passieren“, sagt Bayertz.

Erhält der WSV vom DFB kein finanzielles Trostpflaster, so hofft er nun wenigstens auf ein Entgegenkommen bei der Terminierung des zweimal ausgefallenen Spiels gegen die Stuttgarter. „Ideal wäre in der Woche vor dem Spiel in Unterhaching, also der 20. oder 21. April. Dann würden wir uns den Reisestress ersparen, gleich im Süden bleiben und dort auch trainieren“, sagt WSV-Pressesprecher Thorsten Hesse.

Der Blick richtet sich beim WSV nun auf das nächste Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück. Erster gegen Letzter heißt es am Samstag (14 Uhr) in der osnatel-Arena. Die Partie ist nicht gefährdet, weil das Stadion über eine Rasenheizung verfügt. Es kommt zu einem Wiedersehen mit Ex-WSV-Spieler Michael Lejan, der vor der Saison nach Osnabrück gewechselt war. Die Niedersachsen haben übrigens erst einen Auswärtssieg auf dem Konto.

Den holten sie ausgerechnet mit 4:0 im Stadion am Zoo. Ob die Revanche in dieser Höhe gelingt, ist eher fraglich. Verstecken muss sich der WSV nicht, schließlich liegt er in der Auswärtstabelle mit vier Siegen auf Rang sechs.


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