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LokalesKreis MettmannErkrath / Haan / Mettmann
10. März 2010 - 19:11 Uhr
Haan: Erfolg aus der Felsenquelle
von Tanja Albrecht
Der Betrieb der Haaner Felsenquelle hat im vergangenen Jahr gegen den Branchentrend ein Absatzplus von drei Prozent erwirtschaftet.
 
 

Haan. Das Wasser der Bergischen Waldquelle ist weich, natriumarm und schmeckt süß. Und entspricht mit diesen Eigenschaften genau den Ansprüchen, die zahlreiche Genießer an ein Wasser ohne Kohlensäure stellen. „Damit toppen wir die klassischen französischen stillen Wasser“, sagt Gabriele Römer, Inhaberin der Haaner Felsenquelle. Und der Erfolg dieses Produkts gibt ihr Recht.

Im vergangenen Jahr konnte sie die mit der Marke Bergische Waldquelle zweistellige Zuwachszahlen (zwölf Prozent) verzeichnen.Und das liegt nicht nur an der Qualität des Wassers und der Tatsache, dass das Getränk ohne Kalorien seit dem vergangenem Jahr auch in einer Ein-Liter-Glasflasche verkauft wird. Gabriele Römer führt den Erfolg der Bergischen Waldquelle und das Absatzplus von drei Prozent ihres Unternehmens in 2009 auf dessen Ausrichtung zurück. „Wir setzen auf Regionalität und innovative Flexibilität“, sagt Gabriele Römer. „Wenn wir eine neue Idee haben, ist die innerhalb eines Monats auf dem Markt.“

Die Firma mit Sitz an der Flurstraße ist ein mittelständischen Unternehmen, das in der dritten Generation geführt wird, etwa 60 Mitarbeiter beschäftigt und rund 40 Millionen Flaschen im Jahr abfüllt.
Aus zwei Mineralquellen werden die Marken Haaner Felsenquelle und Bergische Waldquelle abgefüllt. Insgesamt vertreibt das Unternehmen 90 verschiedene Produkte ausschließlich regional.
Im vergangenen Jahr hat der Familienbetrieb ein Absatzplus von drei Prozent erwirtschaftet. Damit konnte sich das regionale Unternehmen vom Branchentrend abkoppeln, der in 2009 nach den vorläufigen Marktdaten des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen ein leichtes Minus aufweist.
Weil die Verbraucher gegenüber Bio-Produkten immer skeptischer werden und zunehmend der Herkunft von Produkten vertrauen, weil es seit drei Jahren einen Trend zur „Rückkehr des Lokalen“ beim Einkauf gibt und das Discounterwachstum derzeit stagniert, setzen die Minaralbrunnen in NRW ihre Kampagne in dieses Jahr fort.

„Ohne Herzblut kann man ein solches Unternehmen heute nicht mehr führen.“

Gabriele Römer, Inhaberin und Geschäftsführerin der Haaner Felsenquelle

Aber auch die mit fünf anderen Mineralbrunnen in NRW gestartete Kampagne „Stark fürs Bergische Land“ beziehungsweise „Stark für Düsseldorf“ hat aus Sicht der Geschäftsfrau zum Erfolg des vergangenen Jahres beigetragen. Mit markanten Logos, Broschüren und einer Internetseite haben die sechs Unternehmen über die Bedeutung regionaler Mineralbrunnen für klimafreundlichen Konsum und für die regionale Wirtschaft informiert. Denn: „Es ist viel Arbeit notwendig, um sich gegenüber den Discountern zu behaupten“, sagt Gabriele Römer.

Fünf große Abfüller beliefern die deutschen Discounter, die mit 51,1 Prozent den Mineralwassermarkt beherrschen. Den Rest teilen sich die rund 180 kleinen und mittelständischen Brunnen. Grund genug für Unternehmen wie die Haaner Felsenquelle, auf sich aufmerksam zu machen und für seine Bedeutung für die regionale Wirtschaft zu werben.

„Das Bergische Land hat keine Identität“

„Die Richtung stimmt, aber das Ziel ist noch nicht erreicht“, zieht Tobias Bielenstein vom Kampagnenbüro „Stark in NRW“ Bilanz. Viele Verbraucher wollen regional einkaufen, kennen die Region aber nicht. „Das Bergische Land hat keine Identität“, sagt Sigrid Papesch-Witte, die das Marketing der Felsenquelle betreut und entsprechende Umfragen gemacht hat. Auch deshalb wird das Haaner Unternehmen die Kampagne „Stark für das Bergische Land“ und das Engagement für Region und Umwelt fortsetzen.

Unter anderem ist es Hauptsponsor des Projekts „Vielfalt lebt“, ein Programm zum Artenschutz im Bergischen Land. In Monheim unterstützt die Haaner Felsenquelle die biologische Station Haus Bürgel.


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